Wenn ich alles, was mir wehtut, hier reinschreibe, kündigt mir die Krankenkasse die Freundschaft auf.
Aber jetzt ist die Woche vorbei, eine neue hat angefangen und wir können uns vom Wochenende erholen, das doch erhebliche Spätschäden hinterlassen hat. Wir fühlen uns jetzt, drei Tage später, immer noch wie vom Bus überfahren Dazu aber später mehr.
Die letzte Woche war eigentlich keine, sondern eine Ansammlung von Fahrten nach Brandenburg (ich glaube, es waren insgesamt 7 in drei Tagen) und Dauertelefonaten, um Katastrophen wenigstens aus der Ferne begleiten können, sowie Telefonaten mit Zahnärzten und Pannendiensten. Ich hatte eigentlich von Montag bis Freitag Seminar. Eigentlich.
Ein paar Ereignisse seien hier wiedergegeben:
Am Mittwoch nachmittag in BRB ist mir eine Füllung und ein halber Zahn rausgefallen, abends bin ich nach Hause gefahren (Seminarschluss um 18.00 Uhr statt an den anderen Tagen um 20.30 Uhr), Donnerstag morgen habe ich festgestellt, dass kein Zahnarzt aufhat, war um 8.00 Uhr pünktlich zum Seminarbeginn wieder in BRB zurück, um 12.00 Uhr vor dem Mittagessen – ich konnte eh nichts essen ohne Zahn – bin ich wieder nach Potsdam zurückgefahren, um 14.00 Uhr habe ich den Zahn reparieren lassen auf eigene Kosten – Kasse zahlt keine Kunststofffüllungen-, um 16.00 Uhr war ich pünktlich zur Kaffeepause wieder zurück in BRB. Dazwischen kam noch eine Besetzung des Wisenschaftsministeriums durch streikende Studenten, die mich mit dem Auto länger in Potsdam aufhielt als geplant und die mich daran erinnerte, dass ICH vor fast genau zehn Jahren an diesem Ort war (haltet durch Jungs – es lohnt sich!), sowie ein Unfall mit mindestens vier Totalschäden auf dem Weg nach Brandenburg. Immer an solchen Tagen, an denen man es gar nicht gebrauchen kann.
Montag war es ähnlich: Ich war in BRB, der Gatte sollte erst auf einer Vorstandssitzung und dann auf einem Elternabend weilen. Der Nachbar aus dem Nicht-EU-Ausland sollte die Kinder aus der Musikschule mit des Gatten Auto abholen und solange mit Blinis und alten Zeichentrickfilmen aus dem Nicht-EU-Ausland (Wolf und Hase, wem es was sagt) hinhalten, bis er wieder da war. Soweit der Plan. Realisiert wurde dann folgendes: Der Gatte brach die Vorstandssitzung ab und ging zum Elternabend gar nicht erst hin, der Nachbar fuhr mit den Kindern in einer halben Odyssee mit dem Bus nach Hause, der ADAC brachte eine neue Autobatterie vorbei. Alles klar?
Den Rest erspare ich Euch, der war eher noch unfreundlicher und daher nicht blogwürdig.