Schierke
Mai 13, 2008 von kaddi2
Über den ersten Mai haben wir Potsdam mit allen Attraktionen verlassen (Baumblütenfest - das erste Mal, seit wir hier wohnen, sind wir NICHT dorthin gefahren, sowie die Saisoneröffnung vom Fanfarenzug, bei der wir sonst auch immer waren) und uns höheren Weihen hingegeben. In Schierke war es auf 600 m über NN zwar etwas kühler, aber nicht weniger schön. Die Hendrik-und-Astrid-Hochzeits-Gedächtnisfahrt erforderte von allen Organisationsleistungen, bei der Lebensmittelbeschaffung und Autobepackung z.B:
11 Erwachsene, von denen zwei später an- und einer früher wieder abreiste, zwei Höchst-Schwangere, fünf Kinder waren alle im Alten Forsthaus
in Schierke auf vier Wohnungen und drei Etagen verteilt. Das war aber so gut ausgestattet, wie wir es noch in keiner Ferienwohnung erlebt haben: Drei Schränke voller Gesellschaftsspiele, die noch nichtmal Ulf alle kannte (und der kennt immerhin den Großen Dalmuti ;-)), eine riesige Menge Duplo-Steine mit Schienen, und sogar eine Carrera- und eine Hotwheels-Bahn. Die Kinder waren damit und mit sich selbst weitgehend zufrieden und die Erwachsenen konnten sich viel erzählen und versuchen, auf einem Vier-Platten-Herd Nudeln mit fünf verschiedenen Soßen zu machen (vegetarisch, ohne Zwiebeln, mit Zwiebeln, Gemüse extra, Fleisch extra). Die Walpurgisnacht in Schierke haben wir uns dann nicht gegeben, 11 Euro Eintritt warens nicht wert. Dafür durften große und kleine Kinder mit der Sommerrodelbahn in Schierke fahren.
Auch eine nette Männerband zum Herrentag trafen wir auf dem Schierker Bahnhof
und besuchten die Feuersteinklippen, die aus Granit (!) bestanden.
Am Freitag bestiegen wir auf besonderen Wunsch des Hochzeitspaares den Brocken, einige zu Fuß auf dem zehn Kilometer langen Asphaltweg, einige mit der Bahn und einige auf dem kurzen Weg über Stock und Stein. Ab 800 Metern gabe es sogar noch Schnee! Alle kamen oben an, nur runter dauerte es etwas länger, da die Bahn eine 3/4 Stunde unplanmäßigen Aufenthalt auf freier Strecke hatte. War halt nicht mehr die jüngste.
Abends wurde dann nicht nur um den Platz des großen Dalmuti gespielt, sondern auch die erste Flasche des namensgebenden Getränkes dieser Ortschaft gekostet. Hendrik A. stellt dabei am nächsten Morgen fest, dass sich Rotwein, Schierker Feuerstein und bereits umgekippter Prosecco (DIE Prosecco-Flasche von der Hochzeit, schade, war nicht mehr trinkbar) nicht unbedingt vertragen. Wir beschlossen außerdem, wenn Maja ihre Konditoren-Ausbildung beendet hat, in Potsdam ein Edel-Cafe aufzumachen, sie macht Torten, Bertram bedient (damit könnten wir glatt werben!), Ulf erzählt den Leuten kluge Sachen aus der Zeitung zur Unterhaltung, Schatzi rechnet abends die Kasse nach und schimpft mit uns, ich mach die Kinderbetreuung (Zaun auf, Kinder rein, Zaun zu), Hendrik Z. und Petra streiten sich um die richtige Bepflanzung des Vorgartens (nein, die letzte Variante der Aufgabenverteilung war: Hendrik nennt die Pflanzennamen auf botanisch und malt schicke Schilder dazu, Petra kauft sie, pflanzt sie ein, gießt sie, düngt sie, hackt sie, schneidet sie, redet mit ihnen, …). Hendrik A. bringt den Gästen mit seiner chorerprobten Stimme ein Ständchen und Astrid findet das alles ganz lustig.
Samstag machten wir in kleiner Runde einen Ausflug nach Thale, Ulf, Timmi und ich trauten uns in die Kabinenbahn und ärgerten die anderen mit unseren Erzählungen über die fantastische Aussicht, die wiederum hatten sich sowieso schon über uns geärgert, weil wir nämlich die Grillkohle im Auto hatten… In Thale erstanden wir für sagenhafte 20 Euro von ein BIG-Feuerwehrauto mit Anhänger, Seilwinde, Verkehrsschildern, usw. Wie gut, dass wir mit zwei Autos da waren! Abends
Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß miteinander. Schade, dass die gemeinsame Zeit so schnell vorbei war und wir soweit auseinander wohnen. Vielleicht wirds ja was mit Schierke 2010, Endspiel gucken! Dann übrigens mit zwei kleinen Mitreisenden mehr, mindestens!
Hendrik A. hat eindeutig seinen Beruf verfehlt: Als Kindergärtner hätte er den ganzen Tag was Kleines am Hals und könnte außerdem kneten soviel er wollte, und nicht nur heimlich, spät abends, mit einer Flasche Schierker als Entschuldigung. Das letzte Foto zeigt einen kleinen Ausschnitt der an diesem Abend entstandenen Werke.













