Inzwischen ist das Paket bei Ole angekommen. Und was haben wir ihm nun geschenkt? Einen Turm! Aber das könnt Ihr hier genauer lesen.
Dein Geburtstag ist schon länger her,
wir hoffen, Du genossest ihn sehr.
Der Ole wohnt weit von uns im Süden
dorthin zu fahren würde uns ermüden.
Trotzem möchten wir was schenken,
und Deinem Feiertag gedenken.
Dein Papa war bei uns zu Hause
und sagte uns bei Bier und Brause:
Der Ole mag kein Glanz und Glitter,
auch Piraten nicht und schwarze Ritter.
Er kommt nach mir und liebt das Meer,
vor allem Schiffe, groß und schwer.
Nun hatten wir kein Schiff und keine Wellen,
um sie in Deinem Zimmer aufzustellen.
Die Katrin in den Großmarkt fuhr
und dann dort bestürzt erfuhr:
Schiffe sind jetzt völlig out,
ein jeder mit dem Bagger baut.
Davon ist Oles Zimmer voll,
das findet er bestimmt nicht toll.
Im letzten Fach, dem linken,
sah sie dann etwas blinken:
Ein Leuchtturm, groß und schön,
wie wir ihn an der Nordsee sehn.
Das passt zu Schiff und Meer und Ole,
und ist besser als ‘ne Spielkonsole.
Stolz der Turm mit Katrin lief,
sie schrieb noch einen Glückwunschbrief
für Ole zum Geburtstagstag.
Der Turm derweil auf dem Tische lag.
Jan-Simon kommt herein und sagt
ganz cool und ungefragt
so ein Turm, ein grauer,
nennt man den nicht Tower?
In Tegel stand doch einer,
nur ist der hier kleiner.
Katrin ein großer Schreck durchzuckt,
und siehe da: sie guckt und guckt:
das Kindlein hatte recht:
Der Leuchtturm ist nicht echt!
Also schnell den Brief zerrissen,
und die weiße Fahne hissen:
Wenn man den Leuchttum nicht erkennt,
obwohl man dich doch Fischkopp nennt,
wird’s Zeit sich einen anzusehen,
um hier nicht völlig abzudrehen.
So verbleiben wir mit diesen Worten
und flüchten zu Meeresorten
um Urlaub dort zu machen
und dann hinterher zu lachen:
Mann, was warst Du blind:
bei dem Geschenk für dieses Kind!