Besucher und Besuche
April 24, 2008 von kaddi2
Letzte Woche kam “der Pigu” mal wieder vorbei und hat sich eigentlich auch ganz wacker geschlagen. Zum Aufräumen der Bibliothek sind wir natürlich wieder mal nicht gekommen, dafür hat er - wie immer - fast zwei Stunden abgewaschen. Das lag aber nicht an unserem Geschirrverbrauch, sondern an seiner Ich-räume-erst-die-ganze-Küche-auf, dann putze-ich-die-ganze-Küche, dann spüle-ich-das-Geschirr-vor, dann wasche-ich-mit-Spüli-Wasser-ab und dann wasche-ich-ein-zweites-Mal-mit-klarem-Wasser-ab - Methode. Ich kenn das schon, noch aus der Studienzeit. Jedenfalls haben wir jetzt drei saubere Teller, eine saubere Pfanne und zwei saubere Gabeln. Auch wenn es bei mir etwas schneller gegangen wäre.
Am Donnerstag durfte er dann mit Krabbelgruppendienst schieben und hat sich eigentlich auch ganz wacker geschlagen, von den üblichen blöden Kommentaren abgesehen (er war halt Hahn im Korb und konnte es sich leisten…). Dank seiner Hilfe konnte ich fast vier Kilo Salzteig vorbereiten, der dann gleich in Pizzas für Kaufmannsläden, Frösche und Elefanten umgesetzt wurde. Unnötig zu sagen, dass die Aufgabe an die Kinder war, eine Figur ihrerselbst zu erstellen…
Freitag besuchten uns dann Omi und Opi und durften auch gleich die Enkel vom Kindergarten/Hort mit abholen. Außer einem Berg an Lebensmitteln (ja, wir sind hier immer noch Zone ;-)) brachten sie auch verspätete Ostereier für die Kinder mit. Es gab auch für jeden eine andere Lieblingsmarmeladen-Sorte (vgl. vorletztes Posting).
Am Samstag hatten Opi und ich frei und brachen auf zu einer Odyssee durch Berlin zur Ausstellung über Matthias Grünewald. Neben bereits sehr heiteren Fussball-Fans wegen des abends stattfindenden DFB-Pokalendspiels in Berlin trafen wir auch Steinecken (Ihr braucht dann nächstes Mal nur noch den Tagesbedarf mitbringen, nicht mehr den Jahresvorrat, ok?) und sogar Giraffen am Potsdamer Platz.
In der Grünewald-Ausstellung waren wir aber auch, hier das Beweisfoto:
Die Ausstellung machte erst eine Stunde später auf als im Internet angekündigt, und so konnten wir uns in der Gemäldegalerie noch Alte Meister ansehen. Da wir durch Zufall in die Räume vom 12.-14. Jahrhundert gekommen waren, habe ich gleich intensiv Kleiderschnitte und Schuhe studiert (und seufzend die Idee aufgebeben, das nachzunähen, ich habe weder Brokat noch Goldfäden zu Hause).
Der Rückweg dauerte dank Fussballfans und Samstags-Fahrplan ZWEI Stunden vom Potsdamer Platz bis zum Bahnhof Wildpark. Aber wir hatten genug Bücher dabei und sind gut angekommen.
Sonntag ließen wir uns einladen zum Frühstücksbüffet ins Mercure-Hotel. Wir waren erst skeptisch wegen der Lokalität und des Durchhaltevermögens der Kinder, aber beides war prima. Die Hotelfachkräfte erwiesen sich als solche und wurde sowohl mit unausgeschlafenen Fussballfans als auch mit unseren Kindern fertig. Die Fussballfans waren busladungsweise dort abgestiegen, kamen morgens um fünf als Sieger ins Hotel zurück und sind wider aller Erwarten der Kellner bereits um neun Uhr frühstücken gegangen, weil um zehn der Bus fuhr. Fragt sich, was die größere Herausforderung fürs Personal war… Die Kinder jedenfalls bekamen im Gegensatz zu den Fussballern zum Schluss jeder noch ein Überraschungsei und brauchten für das Essen gar nichts bezahlen. Fies waren nur die kleinen Schildchen am Büffet, hinter denen sich die Kalorienangaben der Lebensmittel verbargen ( 1 Croissant: 480 Kalorien *schluck* so genau will man das doch gar nicht wissen, oder? ;-)).
Anschließend brauchten wir nur eine Treppe hinunterzugehen, um beim kleinen Potsdamer Hafenfest reinzuschauen. Die Kinder konnten, wieder kostenlos, auf dem Trampolin hüpfen.
Opi und ich haben dann sehr spontan eine Schiffahrt (ich weigere mich, das mit drei fff zu schreiben) unternommen und uns Potsdamer Schlösser vom Wasser aus angesehen. Leider wurde es dann an Deck zu kalt, deswegen haben wir nur Fotos vom neuen Potsdamer Theater und von der Glienicker Brücke (Bilder 1 und 2) . Auch das Problem des fehlenden Rettungsbootes für die Golmer Feuerwehr konnten wir endlich lösen, wir haben eine preisgünstige und die Kondition fördernde Variante gefunden (Bild 3).
Am Montag haben wir Oma und Opa wieder nach Hause verabschiedet, wo sie auch gut angekommen sind.





