Die letzte Woche ging so langweilig weiter, was aber nach den ganzen Fiebern, Fahrten und Feiern keinen richtig gestört hat.
Am Donnerstag hatte Schatzi sich vormittags frei und das große Auto der Nachbarn genommen (die waren zu Hause, weil sie sich bei uns angesteckt hatten), um bei IKEA zu frühstücken und nebenbei noch ein paar Billys einzupacken. Automatisch steuerten wir im IKEA-Restaurant die Kinderecke an, bis uns auf halber Strecke einfiel, dass wir gar keine Kinder dabei hatten. Also los, ein anderes nettes, garantiert kinderfreies Plätzchen gesucht. Haben wir auch gefunden und den verliebtes-Paar-Zweier-Weit-Abseits-Tisch mit unseren Jacken belegt, um Frühstück zu holen. Als wir mit Tabletts voll von belgischen Waffeln und Lachsbrötchen wiederkamen, saßen an allen anderen Tischen in Sicht-, Hör- und Kleckerweite von unserem Tisch was? Genau, Kinder. Viele Kinder. 13, genauer gesagt, zwischen vier und fünf Jahren alt. Wer, bitte, kommt auf die völlig bekloppte Idee, Donnerstagmorgen um 9.30 Uhr mit einer KINDERGARTENGRUPPE bei IKEA frühstücken zu gehen? Und vor allem, wer bezahlt das alles? Die Kinder waren auch ziemlich wenig amüsiert und matschten mit Lachs (hat keins von denen gegessen) und Brötchen (standardmäßig zwei beim IKEA-Frühstück, die haben höchstens jeder eins gegessen) rum, die die Erzieherinnen dann anschließend in einer Plastiktüte mitnahmen. Vielleicht war das Ganze nur eine Entenfutterbeschaffungsmaßnahme? Jedenfalls waren wir damit schneller bei unseren Billys als gedacht. Auf dem Rückweg waren wir noch beim Scout-Werksverkauf (empfehlenswert) und haben Timmi endlich eine Tasche für die Musikschule gekauft, damit Niklas seine nach einem halben Jahr wiederbekommt.
Am Samstag ging es für Jan-Simon in den Russischen Staatszirkus (der zwar aus Holland kam, aber Löwen sind Löwen und sprechen weder holländisch noch russisch). Ich bin in der Zeit mit Timmi ins Filmmuseum ins Kinderkino gegangen, es war sein erster richtiger Kinobesuch. Dafür haben wir uns “Lotta zieht um” ausgesucht, der lief nur knapp eine Stunde. Wunderschöner lustiger und auch ein bisschen kitschiger Film ( die Kleider von Lottas Mutter
), noch schöneres Kino (lange nicht mehr drin gewesen), viele Kinder da, und preiswert war es auch, 2.50 Euro für die Kinder. Das werden wir nochmal machen, haben wir beschlossen, im Filmmuseum ist jeden Samstag Kinderkino! Tolle Sache, sehr empfehlenswert! Und für die lieben Kleinen ist es sicher ein bleibenderer Eindruck, den ersten richtigen Kinofilm in einem Samt- und Plüschkino gesehen zu haben statt in einem Multiplex. Hier das aktuelle Programm: http://www.filmmuseum-potsdam.de/de/455-0.htm
Und der russisch-holländische Staatszirkus war auch ganz gut……
Jan-Simon hielt die 2,5 Stunden mithilfe von Popcorn und Papas Schoß gut durch.
Alle Artisten (bis auf Popov) waren höchstens 20, irgendwie kam ich mir alt vor. Popov, der berühmte Clown, den ich schon als Kind sah und als alt empfand, war auch dabei. Irgendwie hatte ich Mitleid mit ihm, dass er in seinem Alter (> 75) noch ran muss. Heesters lässt grüßen!