Jetzt sind wir alle wieder ein bisschen gesund. Viel passiert ist aber trotzdem nicht in der letzten Woche. Am Samstag haben wir Schatzis Geburtstag (der am Sonntag war) vorgefeiert, weil wir am Sonntag keine Zeit dazu hätten. Die Kinder und ich wollten seine Mittagspause dazu nutzen, den Geburtstagstisch zu decken, haben aber nicht daran gedacht, dass alle Sachen, die wir dazu brauchen, da sind, wo er schläft. Also sah der Tisch so aus: Als Tischdecke eine zerrissene Gardine (von Timmi ausgesucht), als Deko frisch gepflücktes grünes Unkraut (von Jan-Simon ausgesucht), als Geschenkpapier für den zweiten Teil der Carrera-Bahn einen großen Bogen Zeitungspapier mit Bindfaden (liebevoll von Mama eingewickelt), ein Kuchen, der noch in der Form war (der war nicht nur noch warm, der war noch heiß und konnte nur aus der Form gelöffelt werden). Dann wollten wir Torsten mit Wunderkerzen wecken, die Kinder gingen voran. Dummerweise war er schon wach. So überraschten wir ihn mit Wunderkerzen in der Hand auf dem Klo, ich konnte gerade noch vor einer explosionsfähigen Atmosphäre warnen. Soll ja alles schon passiert sein.
Am Sonntag waren beide Kinder bei schönstem Wetter zu einem Kindergeburtstag in den Ravensbergen eingeladen und kamen müde und glücklich von den Bergen wieder runter. Bei solchen Gelegenheiten merken wir immer wieder, wie wenig von Potsdam wir eigentlich kennen. Auf unserer Agenda steht also als nächstes ein Besuch in der Waldstadt II.
Weil wir am Wochenende doch wenig mit beiden Kindern gespielt haben und sie dies zu Recht einforderten, waren sie am Montag beide Mittagskinder, um mit Mama spielen zu können. Das interessierte sie dann aber überhaupt nicht mehr. Stattdessen sind wir in die Markthalle gegangen, um für unseren Fischneuzugang (drei Welse) Futter und eine Wurzel zu kaufen. Über die Preise waren wir ein wenig geschockt, aber was solls: Das Viechzeug ist ja nunmal da.
So, und bevor ich jetzt noch meine Einkaufszettel und Speisepläne sowie den Inhalt meines Mülleimers hier beschreibe, konstatiere ich lieber ein zweitesmal: Nichts wesentliches passiert. Vielleicht bringt die Woche ja noch was?
Außerdem erhalte ich mehrmals am Tag ernstzunehmende Warnungen: Mein Recher schaltet sich aus, wenn er meint, ich sollte jetzt mal was anderes tun. Pling – Aus. Einfach so. Auch abends zeigt er mir deutlich seinen Unmut – er geht gar nicht erst wieder an. In meinem tiefsten Inneren wusste ich es schon immer: Er HAT eine Seele.
Ich nehme mir diese Warnungen zu Herzen, wenn auch anders, als er es meint. Ich mache ihn jetzt einfach nicht mehr aus, wenn er an ist. Nie mehr. Dann kann er nämlich auch nicht mehr nicht-angehen, wenn er aus ist, weil er dann ja schon an ist. Verstanden?