Am Donnerstag haben wir dem Buga- (nein, jetzt Volks-)park einen Besuch mit dem Besuch abgestattet, man will ja zeigen, was Potsdam sich so angeschafft hat in den letzten Jahren. Wasserspielplatz: keiner da, außer uns. Cafe am Wasserspielplatz: Keiner da, außer uns, auch die Betreiber nicht. Toiletten am Cafe am Wasserspielplatz: Keiner da, außer uns, auch die Betreiber nicht, auch kein Schlüssel oder ähnliches. Also mussten wir zur Biosphäre http://www.biosphaere-potsdam.de/ laufen, um aufs Klo gehen zu können. Da angekommen, entschieden wir uns gleich dazubleiben, um auch meine Bringschuld vom Indoorspielplatz einlösen zu können. Die Eintrittspreisgestaltung ist, war und bleibt sehr undurchsichtig für uns. Nur für die Biosphäre (sicherlich die attraktivere von beiden Lokalitäten) hätten die beiden vierjährigen nichts bezahlen brauchen, für den Eintritt in den Indoorspielplatz innerhalb der Biosphäre dann doch, so dass wir letztlich bei sage und schreibe 39,-Euro Eintritt für zwei Erwachsene, einen Sechs- und zwei Vierjährige waren. Nach kurzer Zeit wurde uns aber klar, warum das so war: Von unserem Eintrittsgeld alleine musste das gesamte Personal an diesem Nachmittag bezahlt werden, Eintrittskartenverkäufer und Indoorspielplatzaufsicht (personalidentisch), 3-D-Film-Vorführerin, Cafe-Service-Kraft, 2. Indoorspielplatzaufsicht, Andenkenshopverkäuferin und Luftschiff-Filmvorführerin (auch personalidentisch). Das viele andere Personal war bestimmt auch noch da, nur gerade mit was furchtbar Wichtigem beschäftigt. Wir hatten -in echt jetzt, wie Timmi sagen würde- die gesamte Biosphäre für uns alleine. Sehr schick!
Der Indoorspielplatz bestand aus fünf Hüpfburgen und zwei Aufsichtskräften, die sich freuten, mal mit jemand anders als mit sich selber reden zu können. Wir hatten trotzdem eine Menge Spaß, wie an den nachfolgenden Fotos zu erkennen ist. Gegen 16.00 Uhr kamen durch den Hintereingang mehrere Leute unauffällig herein, die augenscheinlich die Hüpfburgen abbauen sollten (das Planspiel “Indoorspielplatz in der Biosphäre” hatte heute seinen letzten Bewährungstag – und dann kommen ausgerechnet wir
). Wir ließen uns davon aber gar nicht stören, schließlich hatten wir bis 17.00 Uhr bezahlt. Reichlich genervt haben sich die fünf an einen Tisch gesetzt und unserem albernen Treiben zugeschaut. Das ist doch der Traum jeden Kindes, oder? Fünf Hüpfburgen komplett für sich alleine haben. Wir haben es weidlich ausgenutzt…