Der Weihnachtstag (Heiligabend) war im wesentlichen geprägt von der vorhergehenden Nacht, die für mich und Jan-Simon mal wieder nicht stattfand. Zweistündiges Schüsselhalten fördert nicht gerade den Schlaf. Wir ließen uns aber trotz des beleidigten Zuschauens des Todkranken unser Raclette nicht verderben.
Um 13.30 h (Heiligabend) bekamen wir noch einen Anruf von einem Freund des Hauses, vermutlich am Wittenbergplatz stehend, was sich denn die Kinder zu Weihnachten wünschen würden. Und wir dachten, wir waren mit einigen Geschenken schon spät dran.
Wie das Krippenspiel im Heiligabendgottesdienst war, weiss ich nicht. Ich war nicht da. Ich habe ja auch bloss sechs Wochen lang Proben mitorganisiert (Essen machen, Basteln mit den Kindern, vier Kinder mit Kostümen ausstatten, 25 Geschenke und 15 Karten verpacken, usw.), da muss ich dann nicht auch noch die Aufführung ansehen, oder? Schon schade, aber nun mal nicht zu ändern.
Wir hatten einen sehr netten Weihnachtsmann und Timmi freute sich, dass Jan-Simon ihm nicht die ganzen Geschenke wegnahm. Der war nämlich gar nicht in der Lage dazu und nahm sie entgegen vom Weihnachtsmann, legte sie zur Seite und guckte weiter müde in die Weltgeschichte. Ausgepackt hat er sie dann einen Tag später.
Torsten bekam eine Lederschürze, eine Playmobilschmiede und, wie Frank und Sven auch, einen Schmiedegutschein. Ich bekam Karten für Schandmaul in Dresden. Mal sehen, wer dann wieder krank ist. Wir bekamen viele, viele Geschenke von vielen lieben Freunden und sogar noch Überraschungsbesuch, der uns aber angesichts des Häufchen Elends auf dem Sofa schnell wieder verließ.
Abends sahen Torsten und ich noch einen komplett unweihnachtlichen Film an (oder doch nicht? Schließlich spielt er in Jerusalem – “Königreich der Himmel”) und bauten die Autorennbahn auf, die ICH eigentlich TORSTEN zum GEBURTSTAG schenken wollte. Dummerweise hatte Jan-Simon sie im Keller stehen sehen und war nun todtraurig, dass der Weihnachtsmann keine mitgebracht hatte. Sie stand nämlich, mit ungefahr zehn anderen Geschenken, auf seinem Wunschzettel. Angesichts seines Zustandes ließen wir uns erweichen und ich habe jetzt mal wieder kein Geschenk für Torsten. Dumm gelaufen. Aber was tut man nicht alles, um die lieben Kleinen glücklich zu machen.
Anbei das Gedicht zum Schmiedegutschein. Anmerkung: Son Zeug setze ich hier auch rein, weil der blog gleichzeitig so eine Art Familientagebuch ist. Und vielleicht will man sich ja später an sowas erinnern? Ihr könnt ihn aber trotzdem gerne lesen.