Ich weiss, NCIS ist schon seit gestern abend 21.00 Uhr vorbei, aber danach war ich mit Malen von Fensterbildern für Weihnachten beschäftigt. Ich freue mich jetzt schon auf Mitte Januar, wenn sich weder in der Küche 2 kg gemahlene Mandeln breitmachen noch auf dem Wohnzimmertisch Berge von Bastelmaterial. Es hat ein Ende, irgendwann.
Letzten Montag, am 12.11. war das Martinsfest im Kindergarten. Die Kinder freuen sich jedes Jahr fast mehr drauf als auf Weihnachten, ist es doch zugleich der Beginn der Adventszeit (für sie zumindestens). Zuerst gab es ein Liederprogramm der Pampelmuse http://www.pampelmuse.info/ und ein schön erzähltes russisches Märchen. Leider machte sich hier die gute Stoffkenntnis der Kindergartenkinder bemerkbar, die das Ende schon vorher verrieten. Dann ging es raus zum Laternenumzug mit anschließender Martinsgeschichte (mit Steckenpferd *gg*), Lagerfeuer und fantastisch verzierten Lebkuchen zum Teilen. Alles sehr schön, sehr stimmungsvoll. Wir können uns noch gar nicht vorstellen, wie das ist, kein Kindergartenkind mehr zu haben. Wir sollten dann einfach einen Kindergarten für die verwaisten Eltern gründen.
Dienstagabend war eine Redaktionssitzung der Ortsteilzeitung http://www.golm-info.de/html/ortsteilzeitung_14476.html bei unserem Chronisten im Wintergarten. Auch eine Pressevertreterin einer Wissenschaftsinstitution war anwesend, sie reagierte auch nur leicht irritiert angesichts der zahlreichen Weinflaschen
. Diese wurden vornehmlich von der anwesenden Weiblichkeit geleert, der anwesende Ehemann (nicht meiner), musste leicht angesäuert mit der Rückfahrt warten, bis alles alle war. Ich wurde verpflichtet, Protokoll zu schreiben, das kann ich hier aber wirklich nicht veröffentlichen! Auch des Ortschronisten “Potenz im Wein” (gemeint waren die Prozente) hat das Protokollschreiben nicht gerade gefördert.
Der nächste Tag zeichnete sich dann , analog zum vorhergehenden Abend, durch aktive Rekreation aus. Da ging gar nix!
Am Donnerstag war wieder Krabbelgruppe ohne Krabbelkinder, weil die entweder aufgrund ihres Alters schon laufen können oder noch gar nichts. Unser geplantes Lernziel für diesen Nachmittag lautete: Wir experimentieren mit Licht und Reflektion und lernen die Funktionsweise eines Periskopes, eines Zerrspiegels und anderer optischer Spielzeuge kennen. Das erreichte Lernziel dieses Nachmittages lautete: Die Kiste mit Duplosteinen ist auch für Sechsjährige noch voll cool, wenn genug Kumpels da sind. OK, wir haben es versucht.
Freitag vormittag wollte ich zur Berliner Messe, mit der Bahn. Die fuhr aber nicht, wegen des Streiks. Über die Avus zum Messeparkplatz (ist nicht jeder von uns schon mal hier beim Abbiegen aus Versehen im Parkhaus des ICC gelandet?) wollte ich aber auch nicht. Ich machte mir also einen Plan. Plan 1. Ich fahre über Wannsee und steige da in die Bahn. Ging nicht, auch von da fuhr keine. Plan 2. Ich fahre über Wannsee und von da zur Messe (sozusagen links von der Avus lang). Ging nicht, weil ich schon in Potsdam wegen der Bauarbeiten auf der Berliner Straße nicht zur Glienicker Brücke kam, ich hätte auf die Nuthestraße fahren müssen, bis zum Horstweg, dort wenden, wieder zurück auf die Nuthestraße und von da auf die Berliner Straße. Nee, das wars nicht. Plan 3: Ich fahre auf dei Avus, biege aber vorher ab und fahre sozusagen über Land bis zur Jaffeestraße. Karte sagt, von der Ausfahrt Grunewald gehts weiter. Gings aber nicht, da war nur Wald. Wieder rauf auf die Avus. Plan 4: Nächste Ausfahrt, Spanische Allee. Selbes Spiel, auch hier nur Wald. Wieder zurück auf die Avus. Plan 5: Ausfahrt Hüttenweg, Bahnhof Grunewald unterqueren (so stehts im Stadtplan, ich schwöre). Da war aber keine, obwohl ich gerade eine Viertelstunde durch den Grunewald deswegen gefahren bin. Ich wollte dann rechts von der Avus weiterfahren um auf die Halenseestraße zu kommen (ging lt. Plan). Diese Straße entpuppte sich aber nach zwei Kilometern als Sackgasse. Also alles wieder zurück, Bahnhof Grunewald, durch den Grunewald, wieder auf die Avus. Auf der bin ich dann einfach bis zur Ausfahrt Messedamm gefahren und war ohne Stau und Verfahren und ohne Parkplatzsuche nach drei Minuten direkt vor der Tür. Warum nicht gleich so?
Lieber Weihnachtsmann, bitte bringe mir einen neuen Berlin-Stadtplan.
Freitag abend war die erste Probe fürs diesjährige Krippenspiel. Statt der erwarteten zehn Kinder kamen 22 und sechs kommen noch nächstes Mal dazu. Das Stück werden wir um einige Rollen und Schafe ergänzen müssen. Timmi bestand darauf, den Wirt zu spielen (natürlich nur, weil Jan-Simon letztes Jahr diese Rolle hatte), dabei ist es eine mit viel Text und er fast schon der Kleinste dabei. Nunja, alles wird möglich gemacht. Er bekommt noch einen “Großen” an seine Seite, es gibt also Heiligabend sowas wie eine Wirtshaus-Kommune, die Maria und Josef abblitzen lässt. Lassen wir uns überraschen. Sagte ich schon, dass Weihnachten immer näher rückt?
Samstag und Sonntag sind schnell erzählt: Die Pizza-Katrin war mit Gespons
und Schweizer Keksen für einen Kurzbesuch da, die gelangweilten Ehemänner versuchten, nicht genau so auszusehen, während die Weiber sich Weibergeschichten erzählten. Schade, dass so wenig Zeit war!
Für Sonntag hatte Jan-Simon sich eine Schatzsuche gewünscht, er hatte Ludevic und Corvin eingeladen. Schatzis Spurtzeit (er hatte nur fünf Minuten Vorsprung) ist noch erheblich ausbaufähig, mit einer Horde Sechsjähriger auf den Füßen schaffte er es kaum, eine ordentliche Spur zu legen. Unterwegs waren Aufgaben zu lösen wie unter dem Auto durchkriechen (ok, das haben wir falsch verstanden, es sollte durch das Auto durch sein), auf einem Bein hüpfen, eine Laterne umrunden, die Zwergenhöhle erobern und vieles mehr. Und mal ganz ehrlich: Ohne diese Aktion wären wir bei dem schlechten Wetter alle Mann nicht rausgekommen heute! Zum Abschluss gabs die Schweizer Kekse (ok, sie sind jetzt alle), die waren besonders für Ludevic interessant, der genau da herkommt.
Schatzis Spurtzeit….
na Danke auch. Da will man ein ordentliches Spiel vorbereiten und wird so gehetzt. So schnell war ich noch nie über den Reiherberg rüber- und das mit kaputten Fuß. Grmpf.
Das nächste Mal bitte ich um angemessenen Vorsprung.
Der Vater